LAG Storchenland Prignitz startet mit Erarbeitung der neuen LEADER-Strategie

Der Verein „Regionalförderung Prignitzland e.V.“, Träger der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Storchenland Prignitz, wird sich am Wettbewerbsaufruf zur Auswahl von LEADER-Regionen für die nächste EU-Förderperiode (2023-2027) im Land Brandenburg beteiligen. Grundlage der Bewerbung ist, wie in den vergangenen Förderperioden (seit dem Jahr 2000), die Erstellung einer Regionalen Entwicklungsstrategie (RES), als Voraussetzung für eine erneute Anerkennung als LEADER-Region Storchenland Prignitz.

Im Rahmen dieser Strategie sind die Potenziale und Herausforderungen der LEADER-Region (Landkreis Prignitz) herauszuarbeiten und daraufhin Schwerpunktthemen zu benennen. Außerdem soll die Art und Weise, wie die Entwicklung in der Region unter Berücksichtigung der landespolitischen Themen bis zum Jahr 2027 zu gestalten ist, dargelegt werden.

"Die Fördermöglichkeit LEADER ist hier kaum mehr wegzudenken. In der letzten Förderperiode konnten mit LEADER-Unterstützung 73 Projekte realisiert werden, darunter z.B. die Erweiterung der GANS Feinbrand Manufaktur um einen Brenn- und einen Gastraum oder auch der Umbau einer Stadtvilla in Meyenburg für die Mitnutzung durch einen ambulanten Pflegedienst. Zahlreiche weitere Projekte sind bewilligt und sollen zeitnah umgesetzt werden. Unser Regionalmanagement berät zu Projektideen – sowohl Kommunen als auch Vereine, Organisationen und engagierte Einwohner*innen unserer Region, die eine Vision haben, die Lebensqualität und die wirtschaftliche Situation vor Ort zu verbessern.“, so Anja Kramer, Vorstandsvorsitzende des "Regionalförderung Prignitzland e.V.".

Welche Themen für den ländlichen Raum der Prignitz in Zukunft wichtig sind und welche Arten von Projekten Förderung erhalten können, soll nun gemeinsam mit den Menschen vor Ort, aber auch mit Vertreter*innen von Prignitzer Organisationen, Unternehmen und Vereinen in Form einer neuen Regionalen Entwicklungsstrategie (RES) für die Förderperiode 2023-2027 erarbeitet werden. "Wir freuen uns, wenn viele Menschen in unserer Region die Möglichkeit nutzen, sich in die neue Strategie einzubringen. LEADER lebt von ihren Ideen und ihrem Wissen. Sie kennen ihre Region am besten und wissen, was gebraucht wird. Der Bottom-Up-Ansatz, d.h. die aktive Mitgestaltung durch die Menschen ist essenzieller Bestandteil von LEADER.“, appelliert Margret Voelkel, Regionalmanagerin der LAG Storchenland Prignitz.

Die Begleitung des Prozesses wurde durch den Verein öffentlich ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt die CIMA Beratung + Management (cima) aus Lübeck: "Durch verschiedene Beteiligungsformate – offline wie online – möchten wir den Prozess abwechslungsreich gestalten. Der erste Schritt ist derzeit die Einrichtung einer Projektwebsite mit allen Infos zur neuen RES-Erstellung und einer digitalen Karte, in die eigene Projektideen eingetragen werden können. Ankündigen können wir die Durchführung von zwei Regionalforen am 8. Dezember 2021 und am 10. Februar 2022 jeweils nachmittags. Hier können sich alle Interessierten einbringen. Nähere Infos dazu folgen. Der Termin kann gerne schon notiert werden.“, erklärt Janne Dora Borchers, projektleitende Beraterin bei der cima. Darüber hinaus wird die RES in enger Abstimmung mit dem Regionalmanagement, dem Vorstand und den Mitgliedern des Vereins erarbeitet. Auch Expertenrunden und mehrere Jugendworkshops sind geplant. „Die Meinung und Ideen der jungen Menschen hier ist uns besonders wichtig. Sie sind die Zukunft der Region und sollen sich hier wohlfühlen.“, ergänzt Alicia den Hoet, ebenfalls Regionalmanagerin der LAG.

Die neue RES soll bis Mai 2022 fertiggestellt werden. Sie dient dann als Bewerbung und Leitkonzept für die kommende LEADER-Förderperiode 2023-2027. Grundlagen der RES-Erstellung bilden u.a. die Ergebnisse der Abschlussevaluierung der letzten Förderperiode 2014 - 2020 sowie die Vorgaben des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).